Veranstaltung: Geschichte der Roten Hilfe

9.5.2017 – 19:30 Uhr
BiBaBuZe
Aachener Straße 1

Die Rote Hilfe Deutschlands (RHD) war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste.

Nach ihrem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-Aktivist_innen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zuständigen Bezirksleitungen im Austausch standen. Für die zahlreichen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte Aktivist_innen und untergetauchte Funktionär_innen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der Arbeiter_innenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe.

Mit dem Vortrag soll der heute fast vergessene Widerstand der Roten Hilfe gegen den NS-Terror in Erinnerung gerufen werden.

Die Referentin ist Verfasserin der im September 2016 erschienenen Broschüre „‘Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!‘ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933″, in der das Thema erstmals ausführlich behandelt wird.


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